Durch die Hinterlassenschaften des frühen tages- und oberflächennahen untertägigen Bergbaus sind in den Bergbauregionen Risiken für die Standsicherheit der Tagesoberfläche entstanden. Ursächlich hierfür sind sowohl die nicht ausreichend gesicherten tages- und oberflächennah geführten Abbaubereiche ggf. mit den entsprechenden Stollensystemen, als auch nach heutigem Stand der Technik unzureichend verwahrte Tagesöffnungen. Hierzu  zählen Tagesschächte, Pingen und Stollenmundlöcher. Das sich hieraus ergebende Gefahrenpotential muss bei der Planung von Neubauvorhaben in diesen Regionen in jedem Fall berücksichtigt werden. Hierzu sind entsprechende Recherchen aber auch Untersuchungen in der Örtlichkeit vorzunehmen. Diese Gefährdung besteht gleichermaßen für Bestandsgebäude, für Freiflächen und Verkehrswege, sodass auch hier zunehmend präventive Erkundungs- und ggf. Sicherungsmaßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit vorgenommen werden. Bei allen Bemühungen um Prävention kommt es immer wieder zu Schadensereignissen in der  Form von Tagesbrüchen oder auch durch das Abgehen von Lockermassen Schachtfüllsäulen. Auch in diesem Fall werden Recherchen, aber auch Erkundungen in der Örtlichkeit durchgeführt, bevor abhängig von deren Ergebnis geeignete Maßnahmen zur Schadensbeseitigung und zur Wiederherstellung der Standsicherheit der Tagesoberfläche festgelegt und umgesetzt werden.